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Ärzte und Diabetes – wer macht was?

Aktualisiert am 14.09.2018

Ärzte und Diabetes – wer macht was?

Bei Diabetes kommen mehrere Ärzte ins Spiel. Hauptansprechsperson ist und bleibt in vielen Fällen der Hausarzt. Darüber hinaus gibt es Fachärzte, die  mögliche Folgeerkrankungen untersuchen sowie Ärzte in spezialisierten Diabeteszentren. Ein Überblick:

Hausarzt

Der Hausarzt ist die zentrale Person in der Diabetestherapie. In seinen Zuständigkeitsbereich zählt insbsondere:

  • Beginn der Therapie
  • Überwachung der Therapie
  • Regelmäßige Kontrollen
  • Überweisung an Fachärzte

Fachärzte

Fachärzte übernehmen fachspezifische Untersuchungen – zum Beispiel eine spezielle Untersuchung der Augen, des Herzens und/oder der Gefäße. Dabei wird geprüft, ob krankhafte Veränderungen vorliegen und wie weit fortgeschritten diese sind. Zu den Fachärzten, die bei Diabetes regelmäßig konsultiert werden sollten, zählen zum Beispiel:

  • Facharzt für Augenheilkunde = Ophthalmologe
  • Facharzt für innere Medizin = Internist
  • Facharzt für Nierenheilkunde = Nephrologe
  • Facharzt für Herz- und Gefäßheilkunde = Kardiologe & Angiologe
  • Facharzt für Nervenheilkunde = Neurologe
  • Facharzt für Strahlenheilkunde = Radiologe

Ärzte in Diabeteszentren

Ärzte in Diabeteszentren stehen bei speziellen Problemen und Komplikationen zur Verfügung. Die Überweisung erfolgt grundsätzlich durch den Hausarzt. Am häufigsten wird ein Diabeteszentrum zu Beginn einer Insulintherapie aufgesucht.Diabeteszentren gibt es in Krankenhäusern, Ambulatorien der Sozialversicherungen sowie in Rehabilitationszentren der Pensionsversicherungsanstalt. Zu den Zielen eines Aufenthalts in einem Rehabilitationszentrum zählen:

  • Optimierung der Therapie
  • Patientenschulungen
  • Verbesserung des Lebensstils
  • Verbesserung und Erhalt der körperlichen Arbeitsfähigkeit
  • Erhalt der selbständigen Lebensführung

Welcher Arzt macht was?

Das Um und Auf bei Diabetes sind Kontrollen. Diese können zum Teil selbt gemacht werden. Andere erfogen über den Hausarzt beziehungsweise über spezifische Fachärzte.

Der Blutdruck kann selbst gemessen werden, wird aber auch vom Hausarzt bzw. diversen Fachärzten gemessen – zum Beispiel in Verbindung mit Nierenerkranungen. Der Blutdruck ist nicht immer gleich und sollte regelmäßig mehrmals kontrolliert werden – erst dadurch ergibt sich ein aussagekräftiges Verlaufsbild.

Die Messung des Blutzuckers wird mittels Blutzuckermessgerät selbst durchgeführt sowie in regelmäßigen Abständen auch vom Hausarzt oder Internisten im Rahmen der Blutabnahme abgefragt.

Blutfettwerte werden durch den Hausarzt oder den Internisten im Rahmen der Blutabnahme erhoben.

Augenuntersuchungen im Hinblick auf Folgeerkrankungen sind sehr wichtig. Diese werden durch den Facharzt für Augenheilkunde vorgenommen.

Das Ruhe-EKG wird beim Internisten durchgeführt. Es liefert Hinweise auf eine eventuelle Herzvergrößerung durch die Belastung bei Bluthochdruck. Auch Durchblutungsprobleme oder Herzrhythmusstörungen (z.B. das gefährliche Vorhofflimmern) lassen sich auf diese Weise feststellen.

Das Belastungs-EKG wird beim Internisten gemacht. Es kann zwecks einer genaueren Diagnosestellung notwendig werden.

Die Halsgefäße können beim Neurologen, Radiologen oder Internisten untersucht werden. Durch den Ultraschall lässt sich erkennen, ob Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) vorliegen.

Die Bauchorgane werden beim Internisten oder Radiologen untersucht. Eine etwaige Fettleber, das Aussehen der Nieren sowie Veränderungen der Bauchspeicheldrüse können mithilfe des Ultraschalls als bildgebendes Verfahren gut dargestellt werden.

Quelle
Zeitbome Zuckerkrankheit

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