FAQ

Warum ist zu viel Zucker im Blut ein Problem? 

Zucker in der richtigen Dosis im Blut stellt für die Gesundheit kein Problem dar. Genau genommen handelt es sich bei diesem Zucker um Traubenzucker (=Glukose). Viele Organge, allen voran das menschliche Gehirn, sind auf Glukose angewiesen um funktionieren zu können. Allerdings werden dafür nur bestimmte Mengen an  benötigt – alles was darüber hinaus geht, bedeutet ein Zuviel an Zucker im Blut und führt schließlich zum Krankheitsbild Diabetes mellitus.

Wie kommt der Zucker ins Blut? 

Über die Nahrung gelangen Kohlenhydrate in den Verdauungstrakt. Dort werden Kohlenhydrate zu Traubenzucker (Glukose) abgebaut, die über die Darmwand in die Blutbahn aufgenommen werden und schließlich für einen kurzfristige Erhöhung des Blutzuckers sorgen.

Traubenzucker ist Energie, die von den Zellen dringend benötigt wird und deshalb über das Blut dorthin transportiert wird. Bei Diabetes mellitus kann die Energiequelle Zucker nicht verwertet werden und es kommt zu einem Zuckerüberschuss – der Körper verhungert quasi bei vollen Depots.

Warum kommt es bei Diabetes zu einem Zuckerüberschuss? 

Bei Diabetes mellitus kann der Zucker im Blut nicht in Energie umgewandelt werden. Grund ist immer ein Mangel an Insulin oder die zu geringe Wirksamkeit von Insulin. Denn Insulin ist das Hormon, das notwendig ist um den Zucker aus dem Blut in die Zelle zu befördern.

In Bildern bedeutet das, dass der „Schlüssel Insulin“ den „Brennofen Zelle“ öffnet und den „Brennstoff Zucker“ hineinzuschleusen – das auf diese Weise entstehende Feuer liefert dann die Energie – zum Beispiel im Muskel.

Kann der Zucker nicht in die Zellen geschleust werden, verbleibt er im Blut und die Zellen erhalten keine Energie. Ohne Insulin verhungern die Zellen bei vollen Zucker-Depots – der Zucker ist zwar da, aber an falscher Stelle – er befindet sich im Blut, kann aber nicht in die Zellen gelangen.

Zusätzlich baut die Leber ihre Zuckervorräte (Glykogen) ab, da die Zellen ja hungern – und der Blutzuckerspiegel steigt weiter. Wenn alle Glukosereserven verbraucht sind, wird Eiweiß aus den Muskelzellen und Fett aus den Fettzellen abgebaut, was zu Abmagerung und Leistungseinbußen führt.

Damit die Energie des Blutzuckers verwertet werden kann, muss Zucker in die Zelle eingeschleust werden. Dafür ist das Hormon Insulin zuständig, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Dadurch wird der im Blut befindliche Zucker gesenkt und die Zellen mit Zucker gesättigt, der ihnen dann als „Brennstoff“ dient, aus welchem sie Energie gewinnen können.

Insulin sorgt somit dafür, dass der Blutzuckerspiegel auf einem gesunden Niveau bleibt – dieser spielt sich etwa in einem Bereich zwischen 80  mg/dl und 140 mg/dl ab.

Steht zu wenig Insulin zur Verfügung oder ist dessen Wirkkraft vermindert (= Insulinresistenz), bleibt zu viel Zucker im Blut zurück. Die Zellen hungern bei vollen Depots. Es liegt die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus vor.

Kohlenhydrate zählen zu den wichtigsten Energielieferanten für den Organismus. Alle Zellen benötigen Zucker als Energiequelle. Zucker muss aber nicht in seiner Reinform aufgenommen werden, sondern wird aus bestimmten Kohlenhydraten abgespalten – insbesondere aus Stärke. Stärke kommt in Brot und Gebäck sowie in allen Beilagen wie Reis, Kartoffeln und Nudeln vor.