Ernährung

Magnesium und Diabetes Typ 2

Magnesium und Diabetes Typ 2

Neue Studien zeigen, dass eine ausreichende Versorgung mit Magnesium das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 und für diabetische Folgeerkrankungen reduzieren kann. Bei Diabetesatienten liegt oft ein Mangel an Magnesium vor. Sehen wir uns die Gründe genauer an, warum der Magnesium-Status in der diabetischen Therapie berücksichtigt werden sollte.

Warum ist ausreichend Magnesium wichtig bei Diabetes Typ 2?

Magnesium verbessert die gesamte Diabetes-Einstellung: insbesondere die Blutzucker-Regulation, die Blutdruck-Regulation und die Gefäßgesundheit.

Magensium fördert Blutzuckersenkung

Magnesium ist erforderlich, damit Zucker aus dem Blut in die Zelle transportiert wird. Denn ohne Magnesium kann die Zelle keinen Zucker aufnehmen. Magnesium wirkt aktiv bei der Blutzuckersenkung mit. Zudem ist Magensium erforderlich, um den aufgenommenen Zucker in Energie umzuwandeln, anstatt in Fett anzulagern. Das macht sich an verbesserten HbA1C-Werten und Homa-Index-Werten bemerkbar und reduziert die Fetteinlagerung.

Je mehr überschüssiger Zucker aus dem Blut in die Zelle gealngt und je besser der Zucker als Energie verwertet wird, desto weniger reichert sich überschüssiger Zucker im Blut und im Gefäßsystem an und desto besser ist das für die Gesundheit des gesamten Gefäßsystems.

Magnesium erhöht die Insulinwirksamkeit und schützt vor Insulinresistenz

Magnesium verbessert die Ansprechbarkeit der Zellen und erhöht dadurch die Insulinwirksamkeit. Das wirkt einer Insulinresistenz entgegen.

Studien zeigen, dass die Zellen bei Magnesiummangel zusperren und immer weniger Zucker hereinlassen. Das fördert die Symptomatik einer Insulinresistenz, gekennzeichnet durch zu viel Zucker im Blut und zu wenig Zucker in den Zellen. Da die Zellen Zucker für den Energiegewinn benötigen, versucht der Körper diesen Zustand zu kompensieren, indem er immer mehr Insulin (=“Zellaufsperr-Hormon“ ) produziert. Hält dieser kompensierende Zustand an, kann es zu Ermüdung der insulinproduzieren Bauchspeicheldrüse und schließlich zu einem Insulinmangel führen.

Magnesium verbessert die Insulinwirksamkeit.

Magnesium regt die Bauchspeicheldrüse an mehr Insulin auszuschütten

Ein adäquater Magnesiumspiegel ermöglicht es, dass die Bauchspeicheldrüse ausreichend Insulin ausschüttet. Wenn ausreichend Insulin produziert wird, kann auch der Blutzuckerspiegel in einen gesunden Bereich gebracht werden. Je niedriger der Magnesium-Status ist, desto schlechter funktioniert die Insulinproduktion.

Magnesium erhöht die Insulinproduktion.

Magnesium wirkt bei Bluthochdruck blutdrucksenkend

Magnesium wirkt entspannend auf die Arterienwandmuskulatur und wirkt als solches Gefäßverengungen entgegen. Das wirkt sich auf den Blutdruck günstig aus und entlastet das Herz. Insbesondere der systolische obere Blutdruck lässt sich mithilfe einer günstigen Magnesium-Versorgung in vielen Fällen zufriedenstellend senken.

Magnesium ist ein natürlicher Blutdrucksenker.

Magnesium verbessert die Gefäßgesundheit

Magnesium wirkt als natürlicher Kalzium-Antagonist. Kalzium-Antagonisten verringern den Einstrom von Kalzium in die Zelle, was die Kontraktion in den Gefäßmuskelzellen reduziert und die Blutgefäße erweitert. Diese Prozesse wirken blutdrucksenkend. Zum Vergleich: die Schulmedizin verwendet medikamentöse Kalzium-Antagonisten (dazu zählen Wirkstoffe wie Amlodipin, Nitrendipin, Nifedipin, Verapamil), diese Kalzium-Antagonisten werden zur Behandlung von Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

Magnesium schützt die Gefäßwandzellen auch vor oxidativem Stress. Oxidativer Stress fördert die Entstehung von freien Radikalen, die bsw. die Gefäße angreifen – je geringer der oxidative Stress, desto besser ist das für die Gefäßgesundheit.

Magnesium ist ein natürlicher Gefäßschutz.

Magnesium ist ein wichtiger Co-Faktor von Vitamin D

Vitamin D fist für Vieles in der Gesundheit gut, unter anderem fördert es die Insulinwirksamkeit etc. Damit Vitamin D seine positve Wirkung entfalten kann, muss es in seine aktive Form umgewandelt werden. Dafür ist Magensium notwenig. Magnesium aktiviert körpereigene Vitamin-D-Transporter um Vitamin D im Körper zirkulieren zu lassen und je mehr Magensium desto mehr Parathormon aus den Nebenschulddrüsen, was für Vitamin-D-Stoffwechsel von essenzieller Bedeutung ist. Vitamin D ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor und sollte bei Diabetes ebenfalls ausreichend vorhanden sein.

Magnesium ist ein Aktivator für Vitamin D.

Magnesium ist wichtig für das Herz
(gemeinsam mit Kalium)

Magnesium und Kalium stabilisieren die Herzzellen elektrisch, was wichtig für den Herzschlag und die Funktion des Herzens ist ist. Sie bilden elektrische Impulse in den Herzzellen und sie für deren Weiterleitung von Zelle zu Zelle von großer Bedeutung. Bei einem Mangel an Magnesium und Kalium kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Magnesium ist – gemeinsam mit Kalium – ein wichtiger Schutzfaktor für die Herzgesundheit.

Magnesium ist ein Schutzfaktor für das Herz.

Magnesium schützt vor diabetischen Folgeschäden

Diabetische Folgeschäden beruhen auf Gefäßschädigungen. Je besser es den Gefäßen geht, desto höher ist der Schutz vor diabetischen Folgeschäden wie bsw. Augen- und Nierenschäden, Bein- und Fußschädigungnen, Nervenstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Je mehr Gefäßschützer aktiv sind, desto besser. Magnesium ist einer davon.

Magnesium wirkt als Gefäßschützer allen diabetischen Folgeschäden entgegen.

Quellen für Magnesium

Gute Quellen für Magnesium sind z.B. Nüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Vollkorngetreide sowie Vollornproudukte, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen und grüne Gemüsesorten wie Spinat und Mangold.

Mengenmäßiger Gehalt an Magnesium in Lebensmitteln

Nahrungsmittelquelle [100 g]Magnesium [mg]
Weizenkleie580 bis 600 mg
Weizenvollkornmehl 90 mg
Linsen75 mg
Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln130 – 180 mg
Sonnenblumenkerne 420 mg
Spinat60 mg

Allgemein empfohlene Tageszufuhr für Magnesium

Ewa 300 bis 400 mg Magnesium pro Tag.

Therapeutische Wirkung: liegt bei etwa 500 bis 600 mg pro Tag oder höher, es ist empfehlenswert, mit dem Arzt individuell optimale Dosierung abklären.

Wie kann es zu einem Mangel an Magnesium kommen?

ES gibt eine Reihe an Faktoren, die einen Magnesium-Mangel fördern können. Dazu zählen:

  • Zu geringe Zufuhr über die Nahrung
  • Resorptionsstörungen (verschlechterte Aufnahme von Nährstoffen)
  • Übermäßiger physischer Stress
  • Übermäßiger psychischer Stress
  • Übermäßiger Sport (Verlust durch hohe Schweißbildung)
  • Langzeiteinnahme von bestimmten Medikamenten: z.B. Entwässerungstabletten, Kortisonpräparate, Abführmittel
  • Alkoholkonum
  • Überhöhte Kalzium- oder Eiweißzufuhr
  • Chronische Infekte
  • Nach Operationen
  • Chronische Belastung mit Schwermetallen wie Aluminium oder Blei

Fazit

Magnesiummangel erhöht das Risiko für Diabetes. Bei bestehendem Diabetes verschechtert Magensiummangel eine zufriedenstellende Blutzuckereinstellung und erhöht das Risiko für diabetische Folgeschäden. Die Überprüfung des Magnesium-Status sollte daher in die Diabetes-Therapie einbezogen werden, da Magnesium dabei helfen kann, den Therapieerfolg zu steigern und – gemeinsam mit allen weiteren Therapiemaßnahmen – das Wirkmaximum bei Diabetes Typ 2 zu erzielen.


Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3650510/

https://link.springer.com/article/10.1007/s12011-019-01922-0

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23674807/

https://sonnenallianz.spitzen-praevention.com/sonne-und-gesundheit/vitamin-d/vitamin-d-co-faktor-magensium/

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Reduziert-Magnesium-das-Diabetes-Risiko-354668.html


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