LEBENSSTIL

Warum Stress das Cholesterin erhöht bei Diabetes Typ 2

Zusammenhang von zu viel Stress und Diabetes Typ 2 und was man dagegen tun kann

Stress wirkt cholesterinsteigernd bei Diabetes Typ 2. Hohes Cholesterin ist bei Diabetes Typ 2 häufig ein Problem. Daher kann es sich lohnen, sich mit der eigenen Stressbelastung auseinanderzusetzen und den Stress zu reduzieren. Denn weniger Stress bedeutet oft auch weniger hohes Cholesterin.

Was ist Stress?

Stress ist objektiv nicht fassbar. Was dem einen gar nichts ausmacht, ist für den anderen kaum zu bewältigen. Es kommt auf das subjektive Empfinden an. Stress ist somit nicht automatisch nur negativ oder nur positiv. Stress ist sehr indiviudell. Mit der richtigen Dosis an Stress werden Höchstleistungen möglich. Bei gänzlichem Fehlen von Stress würde es zu Motivationsverlust und Energielosigkeit kommen. Auf die richtige Ausgewogenheit kommt es daher an.

Blick in die Geschichte

In Extremsituationen sind Stressreaktionen durchaus sinnvoll. Die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin bereitete früher den Köper darauf vor, beispielsweie bei Gefahr fliehen oder kämpfen zu können. Die Ausschüttung von Stresshormonen diente dazu, den Körper leistungsfähiger und somit bestmöglich kampf- oder fluchtfähig zu machen.

Blick auf heute

Heute in der modernen Wohlstandsgesellschaft hat der Stress eine andere Funktion. Nehmen wir als Beispiel das Berufsleben. Im Berufsleben spielt Zeitdruck eine wesentliche Rolle. Hinzu kommt Weisungsgebundenheit, die wenig Spielraum für Kreativität und Entscheidungsfreiheit lassen. Weitere Stresssoren sind beispielsweise Arbeitsplatzsicherheit, Aufstiegschancen, angemessene Bezahlung, Honorierung der erbrachen Leistung, soziale Probleme unter Kollegen und oft auch verdrängter Stress, weil man „funktionieren“ will. Das kann mit der Zeit zum Problem werden, denn auch hier entsteht Stress, bei welchem der Körper mit der Ausschüttung von Stresshormonen reagiert. Insbesondere, wenn es an Ventilen mangeln sollte, die dabei helfen den Stress abzubauen.

Warum erhöht Stress den Cholesterinspiegel?

Stress kann zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels führen. Warum das so ist, dazu macht es Sinn, die Körperreaktion bei Stress anzusehen. Bei Stress kommt es zu vermehrter Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin sowie körpereigenen Cortisons und Endorphinen.

Die Hormone bewirken eine Bereitstellung von Energie: Herzschlag und Puls verstärken sich, wodurch größere Menge an Blut transportiert werden können, Energiereserven in Form von Fetten und Zuckern werden mobilisert und im Blut vermehrt bereitgestellt, der Blutfette und Blutzucker steigen, gleichzeitig wird das Blut leichter gerinnbar, was dabei hilft bei Verletzungen weniger Blut zu verlieren. Zusätzlich verbessern die Stresshormone die Bereitstellung von Cholesterin indem sogenanntes LDL-Cholesterin mehr Cholesterin in die Zellen transportiert. Als Folge wird mehr Cholesterin angereichert, weniger Cholesterin abgebaut und der Cholesterin-Spiegel steigt weiter an. Parallel sinkt das gute, gefäßputende HDL-Cholesterin ab.

Diese biologischen Stress-Mechanismen sind früher wie heute gleich geblieben. Mit dem Unterschied, dass wenn wir heute Stress empfinden, es wengier darum geht wegzulaufen oder zu kämpfen. Sondern heute geht es mehr darum, Stress nicht zu hoch aufkommen zu lassen und erfolgreiche Stressabbauventile zu finden. Ansonsten kann es passieren, dass Stressreaktionen in Abhängigkeit von Häufigkeit und Dauer zu schweren Schäden führen, die vermeidbar sind. So auch hohe Cholesterinspiegel, auch provoziert durch übermäßigen Stress. Daher ist es wichtig auch in puncto Stress für den Ausgleich zu sorgen.

Entstressungstipps

Alles Entstressungstipps haben zum Ziel, die Widerstandskraft gegenüber Stress zu erhöhen. Die Methoden dafür sind vielfältig und beginnen bei einer Neubewertung von Stressoren bis hin zum bewussten Vermeiden und/oder Entschärfen zu belastender Stressoren bin hin zu der großen Palette an Entspannungsübungen.

Wertigkeit hinterfragen

Muss immer alles perfekt sein? Darf ich auch Schwächen haben? Ist es wirklich so falsch einmal nicht stark zu sein? Muss ich immer funktionieren? Ist das worüber ich mich aufrege wirklich so schlimm? Sind Ärgernisse es wert, die eigene Gesundheit auf das Spiel zu setzen?

Unterstützung holen

Bei Stresssituationen, die sich nicht vermeiden lassen, kann es helfen professionelle Unterstützung zu holen. Man muss nicht immer alles alleine schaffen, ganz im Gegenteil. Vieles schafft sich gemeinsam leichter und stressfreier. Überlegen Sie daher für sich, wo es Sinn macht, dass Sie Hilfe holen um Aufgaben besser zu bewältigen und den Cholesterinspiegel purzeln zu lassen.

Entspannungsübungen

Es gibt eine ganze Palette an erprobeten Entspannungsübungen, die dabei helfen, Stress abzubauen und Ruhe und Enstpannung zu verbessern. Dazu zählt zum Beispiel das Autogene Training.

Bewegung

Bewegung – beispielsweise inform von Spaziergängen ist ein Ventil, das dabei hilft übermäßigen Stress abzubauen und die Stresshormone wieder ins Lot zu bekommen. Bewegung ist für sich bereits ein Cholesterinsenker.

Leitspruch gegen Stress für mehr Zuversicht und Ruhe

Man gebe mir die Heiterkeit, Wandelbars zu wandeln, Nicht-Wandelbares hinzunehmen und die Weisheit zwischen beidem zu unterscheiden.

Ein gutes Leben mit Diabetes Typ 2 ist möglich!



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